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Großer Panda
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Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca), auch Riesenpanda oder PandabĂ€r, ist eine SĂ€ugetierart aus der Familie der BĂ€ren (Ursidae). Als Symbol des WWF und manchmal auch des Artenschutzes allgemein hat er trotz seines sehr beschrĂ€nkten Verbreitungsgebiets weltweite Bekanntheit erlangt. In Ă€lterer deutscher Literatur wird der Große Panda auch BambusbĂ€r oder PrankenbĂ€r genannt. Der GefĂ€hrdungsstatus der BĂ€renart wurde 2016 vom IUCN von stark gefĂ€hrdet (endangered) auf gefĂ€hrdet (vulnerable) abgesenkt, da die BestĂ€nde sich etwas erholt hatten. Nach SchĂ€tzungen, die auf der letzten offiziellen ZĂ€hlung basieren, gibt es ĂŒber 2000 wild lebende Tiere, da von 2011 bis 2014 insgesamt 1864 Pandas in freier Wildbahn gezĂ€hlt werden konnten.cite-ref-1[1]

Contents

‱ Merkmale
‱ Name
‱ Parasiten
‱ Systematik
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Merkmale

Große Pandas erreichen eine KopfrumpflĂ€nge von 120 bis 150 Zentimetern, der Schwanz ist wie bei allen BĂ€ren nur ein Stummel von rund 12 Zentimetern LĂ€nge. Das Gewicht erwachsener Tiere variiert von 75 bis 160 Kilogramm. Große Pandas entsprechen in ihrem Körperbau weitgehend den anderen BĂ€ren, stechen jedoch durch ihre kontrastreiche schwarz-weiße FĂ€rbung hervor.

FellfÀrbung

Die Grundfarbe ihres dichten, wolligen Fells ist weiß, die Beine sind schwarz. Das Schwarz der Vorderbeine zieht sich weiter ĂŒber die Schultern und bildet einen GĂŒrtel, der meist den Vorderkörper umschließt. Schwarz sind außerdem die Ohren, die Umgebung der Augen und manchmal die Schwanzspitze. Die Population im Qinling-Gebirge (Ailuropoda melanoleuca qinlingensis), die erst 1985 entdeckt und 2005 als erste offizielle Unterart anerkannt wurde, zeichnet sich dagegen durch eine braun-weiße Farbgebung aus.cite-ref-2[2]

Die GrĂŒnde fĂŒr die auffĂ€llige FĂ€rbung sind nicht genau bekannt. Diskutiert werden die Abschreckung von Feinden, die bessere Thermoregulation oder die Tarnung. Sehr selten gibt es Albinos, deren Fell weiß ist.cite-ref-3[3]

Weitere Merkmale

Der Kopf wirkt massiver als der anderer BĂ€ren, was an den verlĂ€ngerten Jochbeinbögen und an den stĂ€rkeren Kaumuskeln liegt. Wie die meisten BĂ€ren haben sie 42 ZĂ€hne, die hinteren VorbackenzĂ€hne und die BackenzĂ€hne sind grĂ¶ĂŸer und breiter als die der anderen Vertreter ihrer Familie, eine Anpassung an die spezielle ErnĂ€hrung. Ein weiteres artspezifisches Merkmal ist der verlĂ€ngerte Handwurzelknochen der Vorderpfoten, der einen „Pseudodaumen“ bildet und dem besseren Ergreifen der Nahrung dient.

Name

Die in China ĂŒbliche Bezeichnung fĂŒr den Großen Panda ist dĂ  xiĂłngmāo (性熊èȓ), wörtlich „große BĂ€ren-Katze“, oder einfach xiĂłngmāo (熊èȓ), wörtlich „BĂ€ren-Katze“. In chinesischen Quellen finden sich etwa 20 verschiedene Bezeichnungen fĂŒr Große Pandas, aber keine davon hat Ähnlichkeit mit dem Wort Panda.cite-ref-4[4] UrsprĂŒnglich wurde der Name in westlichen Quellen fĂŒr den Kleinen Panda verwendet und stammt aus dem Nepali.cite-ref-5[5]
In manchen Regionen Nepals heißen sie Ponja, zu deutsch „Bambusfresser“. Daraus wurde der Name „Panda“ abgeleitet.cite-ref-6[6] Der Gattungsname „Ailuropoda“ kommt vom griechischen â€žÎ±áŒŽÎ»ÎżÏ…ÏÎżÏ‚â€œ = „Katze“ und â€žÏ€ÎżÏÏ‚â€œ = „Fuß“ Der Artname „melanoleuca“ kommt vom griechischen „Όέλας“ = „schwarz“ und „λΔυÎșός“ = „weiß“. Alles in allem also etwa „schwarzweißer Katzenpföter“.

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet der Großen Pandas umfasst gebirgige Gegenden auf den Territorien der chinesischen Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi. Das Habitat der Pandas sind subtropische BerghĂ€nge mit dichter Bewaldung. Hier leben sie im Sommer in Höhen von 2700 bis 4000 Metern, im Winter wandern sie in tiefer gelegene, oft rund 800 Meter hohe Gebiete ab. Das Klima in ihrem Lebensraum ist generell feucht und niederschlagsreich, die Sommer sind kĂŒhl und die Winter kalt.

Lebensweise

Große Pandas sind Bodenbewohner, die allerdings gut klettern und schwimmen können. Das Fressen geschieht meist in einer sitzenden Haltung, so dass die Vorderpfoten frei sind, um nach Nahrung zu greifen. Die Tiere sind dĂ€mmerungs- oder nachtaktiv und schlafen bei Tage in hohlen BaumstĂ€mmen, Felsspalten oder Höhlen. In den Bambusdickichten legt der Panda tunnelförmige Wechsel an, die seine FutterplĂ€tze mit den SchlafplĂ€tzen verbinden.

Große Pandas sind EinzelgĂ€nger, die ein Revier von rund 4 bis 6 Quadratkilometern bewohnen. Die Territorien von Weibchen haben ein rund 30 bis 40 Hektar großes Kerngebiet, das gegen Artgenossinnen verteidigt wird. MĂ€nnchen sind flexibler und zeigen kein Territorialverhalten, ihre Reviere haben kein Kerngebiet und ĂŒberlappen sich oft mit denen anderer MĂ€nnchen. Trotzdem gehen sie Artgenossen aber meist aus dem Weg. WĂ€hrend ihrer Wanderungen markieren sie ihre Route durch Urin und indem sie BĂ€ume zerkratzen oder sich daran reiben. Im Gegensatz zu anderen BĂ€renarten halten Große Pandas keinen Winterschlaf, sie wandern wĂ€hrend der kalten Jahreszeit lediglich in tiefer gelegene Regionen.

ErnÀhrung

Große Pandas sind unter den BĂ€ren die ausgeprĂ€gtesten Pflanzenfresser; sie ernĂ€hren sich zu 99 % von Bambus,cite-ref-7[7] wobei sie vor allem junge BlĂ€tter und Sprossen zu sich nehmen. Da Bambus jedoch sehr nĂ€hrstoffarm und die Verdauung der Pandas nicht ideal dafĂŒr ausgerĂŒstet ist, mĂŒssen sie große Mengen davon zu sich nehmen, um ihren Nahrungsbedarf zu decken: Der Tagesbedarf liegt bei rund 10 bis 40 Kilogramm Bambus.cite-ref-yonggang-8-0[8] Zu den Pflanzen, die sie darĂŒber hinaus verzehren, gehören Enziane, Schwertlilien, Krokusse und Bocksdorn. In geringen Mengen nehmen sie auch Raupen sowie kleine Wirbeltiere zu sich. In Gefangenschaft kommen sie sogar mit Honig, Eiern, Fisch, Obst wie Melonen oder Bananen und auch SĂŒĂŸkartoffeln zurecht. Große Pandas sind gemeinhin 10–16 Stunden des Tages mit der Nahrungsaufnahme beschĂ€ftigt.

In ihrem Verdauungstrakt zeigen Große Pandas einige Anpassungen an die vorwiegend pflanzliche ErnĂ€hrungsweise. Die Speiseröhre ist mit einer Hornschicht ausgekleidet, der Magen ist dickwandig und erinnert an den Muskelmagen der Vögel. Die OberflĂ€che des Dickdarms ist im Vergleich mit anderen BĂ€renarten vergrĂ¶ĂŸert, ein Blinddarm fehlt.

Wie andere BĂ€ren gewinnen Pandas einen großen Teil ihrer Energie aus Proteinen – nach neueren Studien stammen demnach 50–60 % des Energiebedarfs aus Bambusprotein.cite-ref-9[9] Die Stoffwechselrate der Großen Pandas ist außergewöhnlich gering und betrĂ€gt nur 38 % der durchschnittlichen Stoffwechselrate eines landlebenden SĂ€ugetiers vergleichbarer GrĂ¶ĂŸe.cite-ref-yonggang-8-1[8]

Bislang ist ungeklĂ€rt, seit wann Bambus die Hauptnahrungsquelle der Großen Pandas ist. Eine Genanalysecite-ref-10[10] und ein fossiler SchĂ€delcite-ref-11[11] waren dahingehend interpretiert worden, dass die Vorfahren der heutigen Großen Pandas schon vor vier (angepasste Genetik) bzw. zwei Millionen Jahren (Gestalt des SchĂ€dels) an pflanzliche Kost angepasst waren. Eine Isotopenuntersuchung der ZĂ€hne und Knochen von Pandas, die zwischen 1970 und 2000 verstorben waren, und ein Vergleich mit mindestens 5000 Jahre alten Funden ergab jedoch Hinweise auf ein weit abwechslungsreicheres Nahrungsspektrum noch vor 5000 Jahren; welche Pflanzen damals zusĂ€tzlich verzehrt wurden, konnte diese Analyse allerdings nicht aufklĂ€ren.cite-ref-12[12]

Fortpflanzung

Pandas werden zwischen dem fĂŒnften und siebten Lebensjahr geschlechtsreif. Die frĂŒher verbreitete Ansicht, Pandas seien nicht sehr reproduktionsfreudig, konnte mittlerweile zum Teil auf nicht artgerechte Haltungsbedingungen in Gefangenschaft zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Wie bei BĂ€ren ĂŒblich, bekommen Pandaweibchen alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs und können in freier Wildbahn sechs oder mehr Junge im Laufe ihres Lebens großziehen.cite-ref-wwf-13-0[13] Die Paarungszeit der Großen Pandas fĂ€llt in die Monate MĂ€rz bis Mai – dann finden sich die sonst einzelgĂ€ngerischen Tiere zu Paaren zusammen. Die Befruchtung ist aber auch dann jeweils nur in einem sehr knapp bemessenen Zeitraum möglich; dieser liegt zwischen 24 Stunden und 3 Tagen.cite-ref-14[14] Dabei kann es zwischen den MĂ€nnchen zu KĂ€mpfen um das Paarungsvorrecht kommen. Wie bei anderen BĂ€ren kommt es auch bei ihnen zur verzögerten Einnistung. Die befruchtete Eizelle bleibt fĂŒr rund 45 bis 120 Tage im Uterus, bevor es zur Nidation kommt. Im Anschluss an die Paarung verlassen die MĂ€nnchen stets das trĂ€chtige Weibchen, welches die Aufzucht alleine vollzieht.

Die meisten Geburten fallen in die Monate August oder September, ein Wurf besteht aus ein oder zwei, selten drei Jungtieren. Neugeborene PandabĂ€ren sind winzig und völlig hilflos. Abgesehen von etwas schĂŒtterem, weißem Fell sind sie fast nackt und außerdem blind. AuffĂ€llig ist auch, dass neugeborene Pandas noch einen Schwanz haben, der rund ein Drittel der KörperlĂ€nge ausmacht. Im Direktvergleich zu anderen BĂ€renarten sind die hamstergroßen Jungen mit 80 bis 200 Gramm Geburtsgewicht nur ein Viertel bis ein Drittel so schwer. Ihre Mutter wiegt etwa eintausend Mal so viel, so dass der relative Gewichtsunterschied zwischen der Mutter und ihrem Wurf bei Großen Pandas grĂ¶ĂŸer ist als bei sĂ€mtlichen Plazentatieren. Unter allen SĂ€ugetieren insgesamt weisen nur einige Beuteltiere einen grĂ¶ĂŸeren relativen Gewichtsunterschied auf.cite-ref-wwf-13-1[13]

Die ein bis zwei Jungen werden in einem geeigneten Versteck wie einer Höhle oder einem hohlen Baum zur Welt gebracht. Im Falle einer Mehrlingsgeburt ĂŒberlebt (in freier Wildbahn) in der Regel nur das Erstgeborene, es sei denn, es ist deutlich schwĂ€cher; in diesem Fall entscheidet die Mutter sich fĂŒr das stĂ€rkere Jungtier. Warum Pandas, obwohl sie nur ein Junges aufziehen, dennoch in fast der HĂ€lfte der FĂ€lle Mehrlinge zur Welt bringen, ist noch nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt; es liegt jedoch nahe, dass es sich um einen natĂŒrlichen Selektionsprozess handelt.

Mit rund einem Monat weisen die Jungtiere die typische Fellzeichnung auf, mit 40 bis 60 Tagen öffnen sie die Augen, und im Alter von fĂŒnf bis sechs Monaten nehmen sie erstmals feste Nahrung zu sich. Mit acht bis neun Monaten werden junge Pandas entwöhnt, bleiben jedoch noch bei ihrer Mutter, bis sie anderthalb bis drei Jahre alt sind.cite-ref-wwf-13-2[13]

Die Lebenserwartung eines Pandas in freier Wildbahn liegt bei ca. 20 Jahren.cite-ref-15[15] In Gefangenschaft wurden manche Pandas fast doppelt so alt. Sowohl das PandamĂ€nnchen Bao Bao aus dem Zoologischen Garten Berlins als auch ein Exemplar im San Diego Zoo erreichten ein Alter von etwa 34 Jahren,cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Mit 38 Jahren war das Pandaweibchen Jia Jia, das im Ocean Park Hong Kong lebte, der Ă€lteste Große Panda mit entsprechendem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.cite-ref-19[19]

Parasiten

Die Einengung des Lebensraumes durch den Menschen (seit den 1970er Jahren ging die HĂ€lfte des Lebensraumes verloren) begĂŒnstigt die Ausbreitung von Parasiten. Die Tiere rĂŒcken enger zusammen, wodurch sich Parasiten leichter von Tier zu Tier verbreiten können. Auch die grĂ¶ĂŸere NĂ€he zu Tieren anderer Arten unterstĂŒtzt dies, da die Übertragung zwischen den Arten gefördert wird. Auf diese Art und Weise (wohl durch Katzen, Hunde oder FĂŒchse) wurde wahrscheinlich auch Baylisascaris schroederi auf den Großen Panda ĂŒbertragen. Dieser Wurm macht den Großen Pandas besonders zu schaffen. Waren 1990 noch 10 % der Tiere befallen, so sind es in den 2010er Jahren 50 %. B. schroederi ist inzwischen die hĂ€ufigste Todesursache bei wild lebenden Großen Pandas. Der Wurm verursacht schwere Blutungen in Leber, Lunge und Darm.cite-ref-20[20]

Systematik

Der Große Panda wurde von dem französischen Missionar und Naturforscher Armand David als erstem westlichen Reisenden im Jahr 1869 in Dengchigou im heutigen Kreis Baoxing in Sichuan beschrieben und wissenschaftlich Ursus melanoleucus („Schwarz-weißer BĂ€r“) benannt.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]

Äußere Systematik

Molekulargenetische Untersuchungen der jĂŒngsten Forschung zur korrekten taxonomischen Einordnung dieser Art belegen nun, dass sich die Vorfahren des Großen Panda vor rund 15 Millionen Jahren von der Entwicklungslinie der BĂ€ren entfernten, wĂ€hrend sich die Entwicklungslinien der BĂ€ren (Ursidae) und KleinbĂ€ren (Procyonidae) bereits vor rund 30 bis 35 Millionen Jahren trennten. Damit ist der Große Panda nunmehr eindeutig in die Familie der BĂ€ren einzuordnen, und zwar als einziger bekannter lebender Vertreter der Unterfamilie Ailuropodinae. Informationen zur Systematik der Ailuropodinae unter Einbeziehung fossiler Taxa finden sich im Artikel Kretzoiarctos beatrix.

Die damit verworfene, von der Ă€lteren Forschung vertretene Einordnung des Großen Panda in die damals so genannte Familie der KatzenbĂ€ren beruhte vor allem darauf, dass sowohl Großer als auch Kleiner Panda (Ailurus fulgens) herbivor leben. Ihre zahlreichen gemeinsamen Merkmale, die ebenfalls zu dieser Einordnung fĂŒhrten, wie die MahlzĂ€hne, der massive SchĂ€del oder der Pseudodaumen sind aber allein auf eine konvergente Evolution der beiden Arten zurĂŒckzufĂŒhren, die durch die Ă€hnliche ErnĂ€hrungsweise bedingt ist.

Innere Systematik

Im Jahr 2005 wurde die Unterart Qinling-Panda (Ailuropoda melanoleuca qinlingensis) beschrieben, die in einer Höhe von 1.300 bis 3.000 an den sĂŒdlichen AbhĂ€ngen des Qin-Ling-Gebirges in der Provinz Shaanxi vorkommt. Ailuropoda m. qinlingensis ist etwas kleiner, hat einen kleineren SchĂ€del, verglichen mit der Nominatform (Ailuropoda m. melanoleuca) grĂ¶ĂŸere Molaren und eine andere Fellfarbe. Ihre Brust ist dunkelbraun, der Bauch braun, wobei die Bauchhaare bei einigen Individuen nur braune Spitzen besitzen, wĂ€hrend die Haarbasen weiß sind.cite-ref-23[23] Eine im MĂ€rz 2024 veröffentlichte Untersuchung zeigte, dass die Mutation nur eines Gens (Bace2) die ungewöhnliche FellfĂ€rbung der auch Kakao-Pandas genannten Tiere verursacht.cite-ref-24[24]

GefĂ€hrdung und Schutzmaßnahmen

Das ursprĂŒngliche Verbreitungsgebiet der Großen Pandas umfasste weite Teile Ostchinas und Myanmars. Im spĂ€ten PleistozĂ€n setzte der RĂŒckgang ein, wofĂŒr sowohl klimatische VerĂ€nderungen als auch die Ausbreitung des Menschen verantwortlich gemacht werden. Die Jagd um des Felles willen und fĂŒr ZoobestĂ€nde dezimierte die Populationen weiterhin, bis sie 1939 unter Schutz gestellt wurden. Wilderei und Pelzhandel stehen in China unter drakonischen Strafen, es gab aufgrund dieser Delikte sogar Todesurteile. GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang der Populationen waren auch die fortschreitende Besiedlung ihres Lebensraums, die das Verbreitungsgebiet in drei Teile zersplitterte, und die damit einhergehende genetische Verengung. Ein weiterer Faktor ist das periodisch alle ca. 15–120 Jahre (zuletzt zu Beginn der 1980er Jahre) stattfindende Absterben von großen BambuswaldflĂ€chen. Gebiete mit nicht blĂŒhenden BambuswĂ€ldern konnten dann von den Pandas oft nicht erreicht werden, da große menschliche Siedlungen und bebautes Land dazwischen lagen.cite-ref-25[25]

Forschungs- und Zuchtstation am Beispiel von Wolong

Eines der Ă€ltesten Panda-Schutzgebiete ist das Wolong-Naturreservat, das bereits 1963 insbesondere zum Schutz des Großen Pandas eingerichtet wurde und sich damals ĂŒber 2.000 Quadratkilometer Bergwald erstreckt. Der WWF stellte fĂŒr die Einrichtung des Gebiets rund eine Million US-Dollar zur VerfĂŒgung und ging eine Kooperation mit der chinesischen Regierung ein. Neben der Erforschung der Pandas bestand das Hauptziel bei der GrĂŒndung des Reservates darin, die Anzahl der Exemplare in Zuchtprogrammen zu erhöhen, um mittelfristig mehr Pandas in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum auszuwildern.cite-ref-wwf-panda-bedroht-0-26-0[26] Die grĂ¶ĂŸte Population in Gefangenschaft lebender Pandas befindet sich in der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding (in der chinesischen Provinz Sichuan), wo 2013 113 Große Pandas gehalten und bislang 172 Große Pandas geboren wurden.cite-ref-27[27]

Gebietsschutz und Weiterentwicklung zum Nationalpark

Im Rahmen des nationalen Schutzprogrammes der chinesischen Regierung fĂŒr den Großen Panda, entstanden 40 Reservate mit einer FlĂ€che von 10.400 kmÂČ, in denen 2004 etwas mehr als die HĂ€lfte der geschĂ€tzten 1600 Tiere in freier Wildbahn leben.cite-ref-28[28] Im Jahr 2006 wurden die 924.500 ha (9.245 kmÂČ) umfassenden Schutzgebiete des Großen Panda in Sichuan in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Außer dem Wolong-Naturreservat, gehören auch die Zuchtstationen in Bifengxia, Chengdu und Dengsheng dazu. Das gesamte Gebiet wurde dann zu den Schutzgebieten des Großen Pandas in Sichuan zusammengefasst. Auf Anordnung der Staatlichen Chinesischen Forstbehörde sind die Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi seit 2011 verpflichtet, alle zehn Jahre eine ZĂ€hlung der in freier Wildbahn lebenden PandabestĂ€nde durchzufĂŒhren („Panda Census“).cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]

Giant Panda National Park

Die Erweiterung des Schutzgebietes, mit dem Ziel die LebensrĂ€ume diverser Pandapopulationen zu verbinden war schon lange der Wunsch zahlreicher NaturschĂŒtzer.cite-ref-wwf-panda-bedroht-0-26-1[26] Mit der Einrichtung des Nationalparks „Giant Panda National Park“ 2020 wurden 67 kleinere Schutzgebiete miteinander verbunden. Die staatseigene Bank of China hat sich mit rund 1,5 Mrd. USD an der Umsetzung des Großprojektes beteiligt, das von der FlĂ€che her der GrĂ¶ĂŸe Siziliens entspricht. FĂŒr die Umsetzung wurden ĂŒber 100.000 Menschen umgesiedelt, Minen und Straßen stillgelegt, sowie WildtierbrĂŒcken und passierbare Korridore geschaffen. Ein Hauptziel bei der Ausdehnung des Schutzgebietes bestand darin, die isoliert lebenden Pandapopulationen vor genetischer Verarmung durch Inzucht zu schĂŒtzen. Die einzelgĂ€ngerischen BĂ€ren erhalten durch die Ausdehnung des Nationalparks die Möglichkeit, sich frei in einem grĂ¶ĂŸeren Gebiet zu bewegen, neue LebensrĂ€ume zu erschließen und sich mit einer grĂ¶ĂŸeren Auswahl an Partnern zu paaren, was auch der WiderstandsfĂ€higkeit ihres Nachwuchses zugutekommt. Da nachweislich mindestens 3.446 Pflanzenarten und 641 Wirbeltierarten im Gebiet des Nationalparks leben, ist der Schutz dieser Artenvielfalt ein weiteres Hauptanliegen bei dessen Einrichtung gewesen.cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]

Auswilderungen

Im Jahre 2006 wurde zum ersten Mal ein in menschlicher Obhut geborener Großer Panda (Xiang Xiang) ausgewildert.cite-ref-35[35] Das Tier wurde drei Jahre lang darauf vorbereitet. Doch schon im Februar 2007 wurde Xiang Xiang tot aufgefunden.cite-ref-36[36] 2012 wurde ein weiterer in menschlicher Obhut geborener Großer Panda (Tao Tao) ausgewildert. Auch Tao Tao wurde drei Jahre lang auf die Auswilderung vorbereitet. Tao Tao wurde zuletzt Ende 2017 aufgefunden und medizinisch untersucht. Zu diesem Zeitpunkt erfreute er sich bester Gesundheit.cite-ref-37[37] Sowohl Nachzucht als auch erfolgreiche Auswilderung von Großen Pandas sind nach wie vor schwierig, da in Gefangenschaft geborene Tiere nicht gelernt haben, wie sie sich verhalten mĂŒssen, um in freier Wildbahn zu ĂŒberleben. Außerdem ist es wichtig, fĂŒr die Auswilderung bestimmte Jungtiere von Anfang an nicht an Menschen zu gewöhnen – fĂŒr die Tierpfleger bedeutet dies, dass sie beim Betreten der Gehege PandakostĂŒme tragen, die so prĂ€pariert wurden, dass der menschliche Geruch nicht wahrzunehmen ist.cite-ref-38[38] Die umfangreiche Vorbereitung der Tiere trĂ€gt dazu bei, dass die Auswilderungen erst nach mehrjĂ€hrigem Training erfolgen, wie im Fall der Pandadame Zhang Xiang.cite-ref-39[39]

Mensch und Großer Panda

Publikumslieblinge in Zoos

Große Pandas zĂ€hlen zu den Lieblingen vieler Zoobesucher, was – neben ihrem Aussehen – unter anderem an ihrer Seltenheit sowie ihren speziellen AnsprĂŒchen an Haltung und Futter liegt. Mit der Geburt von Jungtieren kann zudem, wie im Fall vom Zoo Berlin, als besonderes Ereignis in der eigenen Geschichte geworben werden.cite-ref-40[40] Die hohen Kosten fĂŒr das „Ausleihen“ sowie Haltung und Pflege lohnen sich also in der Regel fĂŒr einen Zoo.

Um Pandas in Deutschland prÀsentieren zu können, schaltete sich einmal sogar die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ein.cite-ref-41[41]

Seit 2003 können Große Pandas im Tiergarten Schönbrunn in Wien besichtigt werden. Hier wurden am 23. August 2007 zwei Jungtiere geboren, von denen eins, das MĂ€nnchen Fu Long (= „GlĂŒcksdrache“), ĂŒberlebte. Damit ist Schönbrunn der erste Zoo in Europa, in dem bisher eine Vermehrung auf natĂŒrlichem Wege gelang.cite-ref-42[42] Am 23. August 2010, auf den Tag drei Jahre nach der Geburt von Fu Long, brachte dessen Mutter Yang Yang das Jungtier Fu Hu („GlĂŒcklicher Tiger“) im Wiener Tiergarten Schönbrunn zur Weltcite-ref-43[43]cite-ref-44[44], am 14. August 2013 mit Fu Bao ein weiteres Jungescite-ref-45[45], sowie am 7. August 2016 die Zwillinge Fu Feng und Fu Bancite-ref-46[46]. Long Hui, der Vater aller Jungtiere, starb am 9. Dezember 2016.cite-ref-wiener-zoo-news-47-0[47]

In Europa zeigen die Zoos Madrid, Edinburgh (seit Dezember 2011 fĂŒr zehn Jahre)cite-ref-ntv-01-48-0[48], der ZooParc de Beauval in Saint-Aignan (seit 2012) sowie seit Februar 2014 der Zoo Pairi Daiza in Brugelette je ein Paar der Großen Pandas. Seit dem 12. April 2017 können Besucher auch im Ouwehands Dierenpark in Rhenen (Provinz Utrecht), Niederlande ein Pandapaar beobachten; das MĂ€nnchen Xing Ya und das Weibchen Wu Wen sind eine Leihgabe der VR China fĂŒr fĂŒnfzehn Jahre.cite-ref-49[49] Seit 2019 gibt es zwei Pandas im Zoologischen Garten in Kopenhagen.

Zuchterfolge durch weltweite Kooperation

Seit den 1990er Jahren bauten Chinas Panda-Schutzzentren Kooperationen mit 16 Zoos in 14 LĂ€ndern auf, die das grĂ¶ĂŸte globale Netzwerk zur Erforschung der Großen Pandas bilden. Neben Schutzmaßnahmen, medizinischem Wissen und Informationen zur Zucht geht es auch darum, der Öffentlichkeit Wissen ĂŒber die Pandas und ihre Lebensweise zur VerfĂŒgung zu stellen. Um den Bestand der bedrohten BĂ€ren langfristig zu sichern, entleiht China seit 1991 Pandas als Leihgabe an die kooperierenden Zoos, wenn diese AnsprĂŒche an die Haltungsbedingungen erfĂŒllen. Bai Yun, 1991 als erste PandabĂ€rin in Wolong geboren, wurde beispielsweise von 1996 bis 2019 an den San Diego Zoo in Kalifornien entliehen, wo sie insgesamt sechs Jungtiere zur Welt brachte. Nach Ablauf des Leihzeitraumes kehrte sie 2019 mit ihrem jĂŒngsten Sohn nach China zurĂŒck.cite-ref-xh-2021-50-0[50]

Die Pandas im Zoologischen Garten Berlin

Aufgrund eines Geschenks des damaligen chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt (Panda-Diplomatie) pflegte der Zoologische Garten Berlin seit dem 5. November 1980 Große Pandas. Das Weibchen Tjen Tjen erlag bereits am 8. Februar 1984 einer Virusinfektion.cite-ref-berliner-zoo-51-0[51] Das 1997 eingetroffene Weibchen Yan Yan starb am 27. MĂ€rz 2007 im Alter von 22 Jahren ohne vorherige Krankheitsanzeichen an einer akuten Darmverstopfung. Diese hatte letztlich zu einer Blutvergiftung gefĂŒhrt und wiederum ein Herz-Kreislauf-Versagen zur Folge gehabt.cite-ref-52[52] Der am 22. August 2012 verstorbene Bao Bao war bis Juni 2017 der letzte in einem deutschen Zoo lebende Große Panda.cite-ref-berliner-zoo-51-1[51]

Am 24. Juni 2017 erhielt der Berliner Zoo fĂŒr 15 Jahre als Leihgabe fĂŒr 1 Mio. € pro Jahr das Pandaweibchen Meng Meng (‚TrĂ€umchen‘, * 2013) und das PandamĂ€nnchen Jiao Qing (‚SchĂ€tzchen‘, * 2010). Beide stammen aus dem Forschungszentrum Chengdu.cite-ref-faz-15075634-53-0[53]cite-ref-tagesspiegel-19975016-54-0[54] Am 31. August 2019 brachte Meng Meng mĂ€nnliche Zwillinge zur Welt. Diese beiden Jungtiere sind die ersten, die in einem deutschen Zoo geboren wurden. Die zwei jungen Pandas heißen Mengxiang („Ersehnter Traum“) und Mengyuan („ErfĂŒllter Traum“).cite-ref-55[55]

| Name | m/w | Geburtsdatum | Sterbedatum | Familie | Ort | Bemerkung | Bild |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bai Yun [ 56 ] | w | * 7. Sep. 1991 | am Leben | Hua Mei (Tochter), Mei Sheng (Sohn), Su Lin (Tochter), Zhen Zhen (Sohn), Yun Zi (Sohn), Xiao Liwu (Sohn) | 1996–2019: Zoo San Diego , nach China zurĂŒckgekehrt [ 50 ] | als erstes Weibchen im Wolong-Naturreservat geboren | |
| Bao Bao [ 57 ] | w | * 23. Aug. 2013 | am Leben | Mei Xiang (Mutter), Tian Tian (Vater), Tai Shan (Sohn), Bei Bei (Sohn) | Smithsonian National Zoological Park | - | |
| Bao Bao [ 58 ] | m | * 1978 | † 22. Aug. 2012 | unbekannt | Zoologischer Garten Berlin | wurde gefangen | |
| Bei Bei [ 59 ] | m | * 22. Aug. 2015 | am Leben | Mei Xiang (Mutter), Tian Tian (Vater), Bao Bao (Tochter), Tai Shan (Sohn) | Smithsonian National Zoological Park | – | |
| Chi Chi | w | * 1955 | † 22. Juli 1972 | unbekannt | Zoo London | wurde gefangen | |
| Chuang Chuang | m | * 6. Aug. 2000 | † 16. Sep. 2019 [ 60 ] | Bai Xue (Mutter), Xin Xing (Vater) | Zoo Chiang Mai | – | |
| Chu Lin | m | * 4. Sep. 1982 | † 29. Apr. 1996 | Shao Shao (Mutter), Chang Chang (Vater) | Zoo Madrid | – | |
| Da Mao [ 61 ] | m | * 1. Sep. 2008 | am Leben | Jia Panpan (Sohn), Jia Yueyue (Tochter) | Zoo Toronto | – | |
| Er Shun [ 62 ] | w | * 10. Aug. 2007 | am Leben | Jia Panpan (Sohn), Jia Yueyue (Tochter) | Zoo Toronto | – | |
| Fu Ban [ 63 ] | m | * 7. Aug. 2016 | am Leben | Yang Yang (Mutter), Long Hui (Vater), Fu Hu (Bruder), Fu Long (Bruder), Fu Bao (Bruder), Fu Feng (Schwester) | Tiergarten Schönbrunn | Zwillingsbruder v. Fu Feng (w) | |
| Fu Feng [ 63 ] | w | * 7. Aug. 2016 | am Leben | Yang Yang (Mutter), Long Hui (Vater), Fu Hu (Bruder), Fu Long (Bruder), Fu Bao (Bruder), Fu Ban (Bruder) | Tiergarten Schönbrunn | Zwillingsschwester v. Fu Ban (m) | |
| Fu Bao [ 64 ] | m | * 14. Aug. 2013 | am Leben | Yang Yang (Mutter), und Long Hui (Vater), Fu Hu (Bruder), Fu Long (Bruder), Fu Ban (Bruder), Fu Feng (Schwester) | umgesiedelt nach China [ 47 ] | geboren im Tiergarten Schönbrunn [ 47 ] | |
| Fu Hu [ 64 ] | m | * 23. Aug. 2010 | am Leben | Yang Yang (Mutter), Long Hui (Vater), Fu Long (Bruder), Fu Bao (Bruder), Fu Ban (Bruder), Fu Feng (Schwester) | umgesiedelt nach China [ 47 ] | geboren im Tiergarten Schönbrunn [ 47 ] | |
| Fu Long [ 64 ] | m | * 23. Aug. 2007 | am Leben | Yang Yang (Mutter), Long Hui (Vater), Fu Hu (Bruder), Fu Bao (Bruder), Fu Ban (Bruder), Fu Feng (Schwester) | umgesiedelt nach China [ 47 ] | geboren im Tiergarten Schönbrunn [ 47 ] | |
| Gao Gao [ 65 ] | m | * 1992 | am Leben | – | Zoo San Diego | – | |
| Gu Gu [ 66 ] | m | * 2000 | am Leben | – | Zoo Peking | – | |
| Hao Hao [ 67 ] | w | * 7. Juli 2009 | am Leben | – | Pairi Daiza Brugelette ( Belgien ) | Leihgabe aus China | |
| Hua Mei [ 68 ] | w | * 21. Aug. 1999 | am Leben | Bai Yun (Mutter), Shi Shi (Vater), Tuan Tuan (Sohn) | Zoo San Diego | – | |
| Jia Jia [ 69 ] | w | * 1978 | † 16. Okt. 2016 | unbekannt | Ocean Park Hong Kong | wurde gefangen | |
| Jia Panpan [ 70 ] | m | * 13. Okt. 2015 | am Leben | Er Shun (Mutter), Da Mao (Vater), Jia Yueyue (Schwester) | Zoo Toronto | Zwillingsbruder v. Jia Yueyue | |
| Jia Yueyue [ 70 ] | w | * 13. Okt. 2015 | am Leben | Er Shun (Mutter), Da Mao (Vater), Jia Panpan (Bruder) | Zoo Toronto | Zwillingsschwester v. Jia Panpan | |
| Jiao Qing | m | * 2010 | am Leben | – | Zoologischer Garten Berlin | Leihgabe aus China | |
| Lin Bing [ 71 ] | w | * 27. Mai 2009 | am Leben | Lin Hui (Mutter), Chuang Chuang (Vater) | Zoo Chiang Mai | – | |
| Lin Hui [ 72 ] | w | * 28. Sep. 2001 | am Leben | Tang Tang (Mutter), Pan Pan (Vater) | Zoo Chiang Mai | – | |
| Ling Ling [ 73 ] | m | * 5. Sep. 1985 | † 30. Apr. 2008 | – | Zoo Ueno | – | |
| Hsing Hsing [ 74 ] | m | * 1970 | † 1999 | unbekannt | Smithsonian National Zoological Park | wurde gefangen | |
| Ling Ling [ 74 ] | w | * 1969 | † 1992 | unbekannt | Smithsonian National Zoological Park | wurde gefangen | |
| Long Hui [ 64 ] | m | * 26. Sep. 2000 | † 9. Dez. 2016 [ 47 ] | Fu Long (Sohn), Fu Bao (Sohn), Fu Hu (Sohn), Fu Ban (Sohn), Fu Feng (Tochter) | Tiergarten Schönbrunn | Leihgabe aus China | |
| Lun Lun [ 75 ] | w | * 25. Aug. 1997 | am Leben | Mei Lan (Sohn), Xi Lan (Sohn), Po (Sohn) | Zoo Atlanta | – | |
| Mei Lan [ 76 ] | m | * 6. Sep. 2006 | am Leben | Lun Lun (Mutter), Yang Yang (Vater) | Zoo Atlanta | – | |
| Mei Sheng [ 77 ] | m | * 3. Aug. 2003 | am Leben | Bai Yun (Mutter), Gao Gao (Vater) | Zoo San Diego | – | |
| Mei Xiang [ 78 ] | w | * 22. Juli 1998 | am Leben | Tai Shan (Sohn), Bao Bao (Sohn), Bei Bei (Sohn) | Smithsonian National Zoological Park | – | |
| Meng Meng | w | * 2003 | am Leben | – | Zoologischer Garten Berlin | Leihgabe aus China | |
| Po [ 79 ] | w | * 3. Nov. 2010 | am Leben | Lun Lun (Mutter), Yang Yang (Vater) | Zoo Atlanta | – | |
| Shi Shi | m | etwa * 28. Sep. 1970 | † 5. Juli 2008 | unbekannt | Zoo San Diego | gerettet in Sichuan ; Leihgabe vom Zoo Guangzhou | |
| Su Lin [ 80 ] | m | * 1936 | † 1938 | unbekannt | Field Museum of Natural History | wurde gefangen | |
| Su Lin [ 81 ] | w | * 2. Aug. 2005 | am Leben | – | Zoo San Diego | – | |
| Tai Shan [ 81 ] | m | * 9. Juli 2005 | am Leben | Mei Xiang (Mutter), Tian Tian (Vater), Bao Bao (Bruder), Bei Bei (BrĂŒder) | Smithsonian National Zoological Park | – | |
| Tao Tao | w | * 1972 | † 2. Apr. 2008 | – | Zoo Jinan | – | |
| Tian Tian [ 82 ] | m | * 27. Aug. 1997 | am Leben | Yong Ba (Mutter), Pan Pan (Vater), Tai Shan (Sohn), Bao Bao (Tochter), Bei Bei (Sohn) | Smithsonian National Zoological Park | – | |
| Tian Tian [ 83 ] | w | * 24. Aug. 2003 | am Leben | – | Zoo Edinburgh | – | |
| Tohui | w | * 21. Juli 1981 | † 16. Nov. 1993 | Ying Ying (Mutter), Pe Pe (Vater), Xin Xin (Tochter) | Zoo Chapultepec | – | |
| Tuan Tuan [ 84 ] | m | * 1. Sep. 2004 | am Leben | Hua Mei (Mutter), Yuan Zai (Tochter) | Zoo Taipeh | – | |
| Yuan Yuan [ 84 ] | w | * 31. Aug. 2004 | am Leben | Lei Lei (Mutter), Lin Lin (Vater), Yuan Zai (Tochter) | Zoo Taipeh | – | |
| Wang Wang [ 85 ] | m | * 31. Aug. 2005 | am Leben | – | Zoo Adelaide | – | |
| Fu Ni [ 85 ] | w | * 23. Aug. 2006 | am Leben | – | Zoo Adelaide | – | |
| Wu Wen [ 86 ] | w | * 11. Aug. 2013 | am Leben | Gongh Zhu (Mutter) | Zoo Rhenen | Leihgabe aus China | |
| Xiang Xiang [ 87 ] | m | * 25. Aug. 2001 | † 19. Feb. 2007 | – | Naturreservat Wolong | – | |
| Xiao Liwu [ 88 ] | m | * 29. Juli 2012 | am Leben | Bai Yun (Mutter), Gao Gao (Vater) | Zoo San Diego | – | |
| Xi Lan [ 89 ] | m | * 30. Aug. 2008 | am Leben | Lun Lun (Mutter), Yang Yang (Vater) | Zoo Atlanta | – | |
| Xin Xin | w | * 1. Juli 1990 | am Leben | Tohui (Mutter), Chia Chia (Vater) | Zoo Chapultepec | – | |
| Xing Hui | m | * 22. Juli 2009 | am Leben | – | Pairi Daiza Brugelette ( Belgien ) | Leihgabe aus China | |
| Xing Ya [ 86 ] | m | * 5. Aug. 2013 | am Leben | Zhuang Mei (Mutter) | Zoo Rhenen | Leihgabe aus China | |
| Yang Guang [ 90 ] | m | * 14. Aug. 2003 | am Leben | – | Zoo Edinburgh | – | |
| Yang Yang | m | * 9. Sep. 1997 | am Leben | Mei Lan (Sohn), Xi Lan (Sohn), Po (Sohn) | Zoo Atlanta | – | |
| Yang Yang [ 64 ] | w | * 10. Aug. 2000 | am Leben | Fu Long (Sohn), Fu Bao (Sohn), Fu Hu (Sohn), Fu Ban (Sohn), Fu Feng (Tochter) | Tiergarten Schönbrunn | Leihgabe aus China | |
| Yuan Zai [ 91 ] | w | * 6. Juli 2013 | am Leben | Yuan Yuan (Mutter), Tuan Tuan (Vater) | Zoo Taipeh | – | |
| Yun Zi [ 92 ] | m | * 5. Aug. 2009 | am Leben | Bai Yun (Mutter), Gao Gao (Vater) | Zoo San Diego | – | |
| Zhen Zhen [ 81 ] | w | * 3. Aug. 2007 | am Leben | Bai Yun (Mutter), Gao Gao (Vater) | Zoo San Diego | – | |

Literatur

‱ Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. 2 BĂ€nde. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore (MD) u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
‱ John Chorn & Robert S. Hoffmann: Ailuropoda melanoleuca. In: Mammalian Species. Band 110, ISSN 0076-3519 S. 1–6.
‱ Bernd Brunner: Eine kurze Geschichte der BĂ€ren. Claassen-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-546-00395-0.
‱ Lynne Warren: GeschĂ€ft mit Knuddelfaktor. Der Verleih von Riesenpandas ins Ausland rentiert sich: fĂŒr China – und fĂŒr den Artenschutz. In: National Geographic Deutschland. Juli 2006, ISSN 1615-0872, S. 122–139.
‱ D. D. Davis: The giant panda: A morphological study of evolutionary mechanisms. In: Fieldiana. Zoology Memoirs. Band 3, 1964, ISSN 0430-3776, S. 1–339. doi:10.5962/bhl.title.5133 (Archive.org).

Weblinks

Commons

: Großer Panda

– Sammlung von Bildern und Audiodateien

‱ Pandaworld – Die Welt der Pandas – Pandaworld-Map, Videos Informationen und Nachrichten zum Großen Panda
‱ Ailuropoda melanoleuca in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Bear Specialist Group, 1996. Abgerufen am 10. Mai 2006.
‱ Texte und Bilder der Sonderausstellung Panda im Museum fĂŒr Naturkunde Berlin

Einzelnachweise

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cite-note-22. ↑ Qiu-Hong Wan, Hua Wu und Sheng-Guo Fang: A new subspecies of Giant Panda (Ailuropoda melanoleuca) from Shaanxi, China. Journal of Mammalogy 86 (2), 2005, S. 397–402.
cite-note-33. ↑ Erster Albino-Panda lĂ€uft in Fotofalle In: Die Welt. 26. Mai 2019.
cite-note-44. ↑ What’s in a Name? (Memento vom 17. Juli 2013 im Internet Archive) auf der Website des Smithsonian National Zoological Park.
cite-note-55. ↑ Kleiner Panda auf animalinfo.org.
cite-note-66. ↑ doksite.de, Doksite - Portal rund um den dokumentarischen Film.
cite-note-77. ↑ Daryl Codron, Marcus Clauss, Matt Sponheimer: Dietary Evolution – The Panda Paradox. In: Current Biology. Band 29, Nr. 11, 3. Juni 2019, ISSN 0960-9822, S. R417–R419, doi:10.1016/j.cub.2019.04.045, PMID 31163146 (englisch).
cite-note-yonggang-88. ↑ Yonggang Nie et al.: Exceptionally low daily energy expenditure in the bamboo-eating giant panda. In: Science. Band 349, Nr. 6244, 2015, S. 171–174, doi:10.1126/science.aab2413.
cite-note-99. ↑ David Raubenheimer, Li Yan, Qi Wu, Alistair M. Senior, Yibo Hu: Giant Pandas Are Macronutritional Carnivores. In: Current Biology. Band 29, Nr. 10, 20. Mai 2019, ISSN 0960-9822, S. 1677–1682.e2, doi:10.1016/j.cub.2019.03.067, PMID 31056385.
cite-note-1010. ↑ Huabin Zhao et al.: Pseudogenization of the Umami Taste Receptor Gene Tas1r1 in the Giant Panda Coincided with its Dietary Switch to Bamboo. In: Molecular Biology and Evolution. Band 27, Nr. 12, 2010, S. 2669–2673, doi:10.1093/molbev/msq153.
cite-note-1111. ↑ Changzhu Jin et al.: The first skull of the earliest giant panda. In: PNAS. Band 104, Nr. 26, 2007, S. 10932–10937, doi:10.1073/pnas.0704198104.
cite-note-1212. ↑ Han Han, Wei Wei, Yibo Hu et al.: Diet Evolution and Habitat Contraction of Giant Pandas via Stable Isotope Analysis. In: Current Biology. Online-Publikation vom 31. Januar 2019, doi:10.1016/j.cub.2018.12.051 Battle over when giant pandas started their bamboo diet heats up. Auf: nature.com vom 31. Januar 2019.
cite-note-wwf-1313. ↑ Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca) WWF-Artenlexikon, abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-1414. ↑ National Geographic: SexmĂŒde PandabĂ€ren, 8. Juli 2016.
cite-note-1515. ↑ tierlexikon.ch: Großer Panda, 8. Juli 2016.
cite-note-1616. ↑ Nowak, S. 694.
cite-note-1717. ↑ Shi Shi the panda dies in China. In: pandanews.org. Abgerufen am 16. April 2016.
cite-note-1818. ↑ Tagesspiegel: PandabĂ€r Bao Bao ist tot, 22. August 2012.
cite-note-1919. ↑ Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca) Abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-2020. ↑ Parasit tötet Pandas. In: bild der wissenschaft 3/2008. Konradin Medien GmbH, Leinfelden-Echterdingen, ISSN 0006-2375.
cite-note-2121. ↑ David, Armand: Voyage en Chine. In: Bulletin des Nouvelles Archives du MusĂ©um d’Histoire Naturelle. Band 5. Paris 1868, Ursus melanoleucus, S. 13 (französisch, biodiversitylibrary.org).
cite-note-2222. ↑ BĂŒro fĂŒr das Welterbe der Provinz Sichuan, Chinesische Akademie der Wissenschaften, Ministerium fĂŒr Wasserressourcen der VR China (Hrsg.): The World Heritage Sichuan Giant Panda Sanctuary – Wolong, Mt. Siguniang and Jiajin Mountains Overall Management Plan. 3. Januar 2003, S. 2 (chinesisch (vereinfacht), englisch, unesco.org [PDF; 7,1 MB] 杚æŽȘæłą (䞻猖) – YANG Hongbo [Hauptredakteur]).
cite-note-2323. ↑ Wan, Q.-H., Wu, H., & Fang, S.-G. (2005). A new subspecies of giant panda (Ailuropoda melanoleuca) from Shaanxi, China. Journal of Mammalogy 86: 397–402, doi:10.1644/BRB-226.1.
cite-note-2424. ↑ Dengfeng Guan, Shuyan Sun, Lingyun Song, Pengpeng Zhao, Yonggang Nie, Xin Huang, Wenliang Zhou, Li Yan, Yinghu Lei, Yibo Hu und Fuwen Wei: Taking a color photo: A homozygous 25-bp deletion in Bace2 may cause brown-and-white coat color in giant pandas. MĂ€rz 2024, 121 (11) e2317430121, doi: 10.1073/pnas.2317430121.
cite-note-2525. ↑ Ailuropoda melanoleuca in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN.
cite-note-wwf-panda-bedroht-0-2626. ↑ Großer Panda – Das WWF-Wappentier in Gefahr. Themen & Projekte. In: wwf.de. WWF, abgerufen am 5. MĂ€rz 2024: „Stand: 7. April 2022 [
] 1864 Große Pandas in freier Wildbahn [
]“
cite-note-2727. ↑ Übersicht auf der Website der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding.
cite-note-2828. ↑ WWF: Rettungsaktion fĂŒr die berĂŒhmteste Tierart der Welt (Memento vom 27. Juli 2010 im Internet Archive). In: wwf.de, abgerufen am 4. September 2012.
cite-note-2929. ↑ Panda Census begins in NW in: China Daily, 27. MĂ€rz 2012, S. 2.
cite-note-3030. ↑ How many giant pandas are there? In: theguardian.com. Abgerufen am 16. April 2016.
cite-note-3131. ↑ Giant Panda National Park, a step towards streamlining protected areas and cohesive conservation management in China (engl.) Abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-3232. ↑ China’s National Panda Park Will Be Three Times the Size of Yellowstone (engl.) Smithsonian Magazine, abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-3333. ↑ China forges ahead with ambitious national park plan (engl.) National Geographic, abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-3434. ↑ China’s new panda park will be three times bigger than Yellowstone(engl.) National Geographic, abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-3535. ↑ Pandas: Xiang Xiangs Weg in die Freiheit. In: Stern.de. Stern.de GmbH, 28. April 2006, abgerufen am 5. MĂ€rz 2024.
cite-note-3636. ↑ China: Ausgewilderter Panda ist tot. In: spiegel.de. Der Spiegel (online), 31. Mai 2007, abgerufen am 5. MĂ€rz 2024.
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cite-note-3939. ↑ Auswilderung geo.de GEO, abgerufen am 1. April 2021.
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cite-note-4141. ↑ Amrai Coen, Stefan Willeke: Das Mistvieh. In: Die Zeit. 29. Juni 2017, abgerufen am 2. April 2021.
cite-note-4242. ↑ Panda-Baby: Zweites Junges war vermutlich Totgeburt.
cite-note-4343. ↑ Pandababy geboren, derStandard, 24. August 2010.
cite-note-4444. ↑ Erstes Farbfoto vom Pandababy, derStandard, 3. September 2010.
cite-note-4545. ↑ Pandajunges in Schönbrunn geboren, ORF, 15. August 2013.
cite-note-4646. ↑ Pandazwillinge in Schönbrunn, ORF, 16. August 2016.
cite-note-wiener-zoo-news-4747. ↑ Panda-MĂ€nnchen Long Hui verstorben. In: zoovienna.at. 16. Dezember 2016, abgerufen am 11. Februar 2020.
cite-note-ntv-01-4848. ↑ Dudelsack und frischer Bambus – Pandas ziehen nach Schottland. In: n-tv.de. 4. Dezember 2011, abgerufen am 11. Februar 2020.
cite-note-4949. ↑ Riesenpandas kommen am 12. April 2017 in die Niederlande, ouwehand.nl, 7. April 2017.
cite-note-xh-2021-5050. ↑ Lianyu (Redakteur): China Focus – Giant pandas return to China after years in U.S. (Memento vom 19. Januar 2021 im Internet Archive) In: Xinhuanet.com. Abgerufen am 1. April 2021.
cite-note-berliner-zoo-5151. ↑ Info des Zoo Berlin. (Memento vom 25. August 2012 im Internet Archive)
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cite-note-faz-15075634-5353. ↑ Berlin im Pandafieber. In: FAZ.net. 24. Juni 2017, abgerufen am 24. Juni 2017.
cite-note-tagesspiegel-19975016-5454. ↑ Fatina Keilani: Neuankömmlinge aus China: Pandastisch! BĂ€ren-Lieferung endlich angekommen. In: tagesspiegel.de. 24. Juni 2017, abgerufen am 24. Juni 2017.
cite-note-5555. ↑ Neue Fotos: Berlins Panda-Zwillinge öffnen Augen. Auf: berlin.de, 17. Oktober 2019 (mit Video).
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cite-note-6611. Drunk bites off more than he can chew with Gu Gu - World - smh.com.au. In: smh.com.au. Abgerufen am 7. Juli 2016.
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cite-note-7318. Japan’s oldest giant panda dies of heart failure - Los Angeles Times. 2. Mai 2008, archiviert vom Original am 2. Mai 2008; abgerufen am 7. Juli 2016.
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